Mann hat Stress auf der Arbeit

Stress und seine Entstehung

Im heutigen Artikel unterhalten wir uns über den Stress und mögliche Stressbewältigungspraktiken. Aber zunächst: Was ist Stress eigentlich? Bei Stress handelt es sich um eine Reaktion auf Reize, die uns aus dem Gleichgewicht bringen. Die Auswirkungen dabei können positiv oder negativ ausfallen – je nach Mensch und abhängig von der Situation.

So kann Stress entstehen

Die Entstehungsmöglichkeiten von Stress sind sehr vielfältig und wiederum vom einzelnen Individuum abhängig. Es gibt Menschen, die schnell gestresst sind und jene, die sich einfach nicht stressen lassen. Der große Unterschied zwischen diesen beiden Typen liegt oft in der mentalen Haltung gegenüber von Problemen, und die lässt sich glücklicherweise trainieren.

Hormonelle Probleme: Cortisol und Adrenalin

Es existieren zahlreiche Stressauslöser, meist geht es dabei um Angst. Angst irgendetwas zu schaffen oder nicht zu schaffen und den Druck, der sich aus dieser Angst aufbaut. Dieser Druck, die Ängste und Zweifel führen zu einem Anstieg von Cortisol und/oder Adrenalin. Dabei handelt es sich um lebenswichtige Hormone. Lebenswichtig insofern, dass sie einen maßgeblichen Teil zur „ursprünglich richtigen“ Reaktion beitragen – nämlich Kampf oder Flucht.

Tipp: Hormonelle Dysbalancen können ebenfalls ein Grund für (chronischen) Stress sein. Sollten Sie eine Vermutung in dieser Richtung haben, ist es ratsam, mit einem Endokrinologen darüber zu reden.

Frau in einer Stresssituation

Stressreaktionen – Kampf oder Flucht

In früheren Zeiten waren diese beiden Reaktionen überlebenswichtig und mussten entsprechend schnell erfolgen. Sowohl Cortisol als auch Adrenalin sind Hormone, die unter anderem die Reflexe verbessern. Der Blutdruck und die Atemfrequenz werden gesteigert und die Energie wird in Richtung der Muskeln gelenkt. Die Folge: Wir können schneller auf Gefahren reagieren und fliehen oder eben kämpfen.

Glücklicherweise hat sich unser Lebensstil in den letzten Jahrtausenden stark gewandelt – Die wenigsten von uns sind regelmäßig lebensbedrohlichen Gefahren ausgesetzt. Die hormonelle Ausschüttung ist aber geblieben und so reagieren wir bis heute mit einer Ausschüttung von Cortison und Adrenalin auf Situationen, in denen wir uns unwohl, unsicher oder unter Druck gesetzt fühlen.

Die Folgen von Stress

Zunächst muss man einen klaren Unterschied zwischen positiven und negativen Stress machen. Während positiver Stress die Handlungsfähigkeit erhöht, motivierend wirken kann und von manchen Menschen als Antrieb genutzt wird, bewirkt negativer Stress das Gegenteil. Dieser wirkt oft lähmend, lässt Zweifel entstehen und kann sich sogar auf körperlicher Ebene bemerkbar machen. Negativer Stress kann sich beispielsweise auf das Immun- oder das Kreislaufsystem auswirken.

Passive und aktive Entspannungsmethoden

Um Stress zu reduzieren, gibt es eine Vielzahl von Möglichkeiten. Im Allgemeinen wird hier zwischen passiven Entspannungsmethoden und aktiven Entspannungsmethoden unterschieden.

Zu den passiven Methoden gehören beispielsweise:

  • Lesen
  • Musikhören
  • Schlafen
  • Ein Bad nehmen
  • Sich massieren lassen

Es geht hierbei also ausschließlich um Methoden, die Sie entspannt werden oder bei denen die Entspannung „nebenbei“ eintritt.

Junge Frau entspannt sich und liest ein Buch, um Stress abzubauen

Zu den aktiven Methoden hingegen zählen:

  • Atemtechniken
  • Meditation
  • Yoga, Pilates, Tai-Chi
  • Fitness
  • Kunsttherapie & Musiktherapie

Hierbei handelt es sich um Entspannungsmaßnahmen, bei denen Sie selbst aktiv werden und etwas für Ihre Entspannung tun.

Fazit: Stress ist natürlich

Stress ist eine natürliche Reaktion des Körpers und erhöht die Alarmbereitschaft und Reaktionsfähigkeit, um schnell auf Gefahren reagieren zu können. Während diese Funktion früher lebensnotwendig war, wird sie heutzutage oftmals als belastend empfunden. Glücklicherweise existieren zahlreiche Entspannungstechniken, die den Stress reduzieren können und leicht in der Praxis umzusetzen sind.